Kommunikation

Wie man das Gefühl loswird, dass niemand zuhört

Hattest du schon einmal das Gefühl, dass dir niemand zuhört? Wenn du ein Mensch bist (was du als Leser dieses Posts wahrscheinlich bist), dann kennst du das Gefühl bestimmt.

Es ist kein neues Phänomen. Der Ablauf der menschlichen Kommunikation ist schon seit Jahrhunderten Gegenstand von Studien - das älteste bekannte Kommunikationsmodell von Aristoteles stammt aus dem Jahr 300 v. Chr.

Wenn du in der Personalabteilung arbeitest, macht das dein Leben nicht gerade leichter. Wenn all diese Philosophen, Wissenschaftler und Kommunikationsexperten sich in all den Jahren nicht einigen konnten, wie sollst ausgerechnet du dann die perfekte Formel kennen, zusätzlich zu allem anderen, was du tust?! (Und als Personalverantwortliche weiß ich, dass du eine Menge tust.)

Das heißt aber nicht, dass du einfach nicht zuhören und kommunizieren kannst. Jeder weiß, dass Zuhören das Herz und die Seele einer (guten) Personalabteilung ist. Wenn Du diesen Job schon eine Weile machst, bist du wahrscheinlich schon ziemlich gut darin. Du bist in der Lage, Probleme frühzeitig zu erkennen und hast gelernt, deinem Bauchgefühl zu vertrauen.

Bauchgefühl. Versuch mal jemanden nur mit Bauchgefühl zu überzeugen. Wenn Du nicht gerade mit einem dieser seltenen Menschen zusammenarbeitest, der seinen Mitmenschen blind vertraut, wirst du höchstwahrscheinlich immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Und das ist sicherlich ärgerlich - aber auch ein echtes Problem, und ein besonders schlimmes, wenn du in der Personalabteilung arbeitest.

Man muss den Menschen nicht nur zuhören. Man muss die Menschen auch dazu bringen, anderen Menschen zuzuhören. Vor allem aber müssen Führungskräfte den Mitarbeitern zuhören. Und an dieser Stelle wird es wirklich schwierig.

In meiner gesamten Zeit in der Personalabteilung habe ich noch nie einen Personalverantwortlichen getroffen, der nicht mit Situationen konfrontiert war, in denen Führung und Mitarbeiter eine völlig andere Sprache zu sprechen schienen. Es überrascht nicht, dass dies zu Konflikten, Frustration und Schmerz führt.

Kommt dir das bekannt vor?

Ich wette, du brauchst nicht einmal Erfahrung in der Personalabteilung, um bei dieser Beschreibung ein mulmiges Gefühl zu bekommen. Du hast das auch schon erlebt. Viele Male in deinem Leben, vermute ich. Denn so fühlt sich so ziemlich jede unerfüllte menschliche Beziehung an.

Wie kann man das also ändern?

Man beginnt damit, erfüllende menschliche Beziehungen aufzubauen.

Seit vielen Jahren setzen wir uns bei der Arbeit eine Maske auf. Seltsamerweise war und ist die Personalabteilung mit ihren Grundsätzen, Richtlinien und bewährten Prozessen dafür verantwortlich, was wir anziehen, wann wir sprechen und wie wir uns verhalten sollen.

Du kennst das.

Ich kenne das.

Und doch bin ich nicht in die Personalabteilung gegangen, um Richtlinien zu schreiben - ich bin eigentlich eine Anwältin, die die Juristerei verlassen hat, weil sie es dort nicht aushielt. Ich gebe zu, dass ich ganz zufällig in der Personalabteilung gelandet bin. Aber was mich dazu gebracht hat, dabei zu bleiben, und was ich mit jedem Tag mehr liebe, ist der "Mensch". Denn der Mensch ist seltsam, chaotisch und komplex. Unser Gehirn und unsere Seele funktionieren auf eine Art und Weise, die selbst den brillantesten Wissenschaftlern noch völlig unbekannt ist. Folglich sind es auch unsere Beziehungen.

Wie können wir also erfüllende Beziehungen aufbauen? Wir schaffen einen Raum, in dem Menschen Fragen an andere Menschen stellen können. Wenn möglich, direkt aneinander. Wenn es die Logistik nicht zulässt, stelle die Fragen selbst - und achte darauf, sie zu dokumentieren, damit andere Menschen auch davon profitieren. Wie in jeder anderen, nicht beruflichen, Beziehung schaffst du Verbindungen, indem du die einfache, ehrliche Frage stellst:

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