Der 'Golden Circle' - Unser Why

Von Feng Shui zu Empathie. Das 'Why' von cofenster ist das Herzstück und daran halten wir fest.

Eine Person

von Finn Frotscher, CTO und Mitgründer | 25.02.2022

Wenn man anfängt an einer Idee zu arbeiten und schon nach kurzer Zeit dieses Bauchgefühl hat, dass man vielleicht wirklich auf dem Weg ist, einen Teil der Gesellschaft zum Besseren zu verändern - das beflügelt. 


Vertieft man die Idee dann weiter und setzt sich mit Methoden, ersten Workshops und Gleichgesinnten auseinander - das bestärkt und motiviert. 


Am Ende aber kann eine Idee für ein Produkt, einen Service oder Dienstleistung noch so smart, innovativ oder disruptiv sein: “What you do is the proof of what you believe” sagt Simon Sinek. Das heißt, das ‘What do you believe’ ist der Anfang und der absolute Fokus, bevor der Beweis, also das Produkt, dafür (What you do is the proof) entsteht. 

Der Golden Circle

Auch vor der Pandemie und bevor Mitarbeitende ins Home Office geschickt wurden, gab es das Problem: Ab einer bestimmten Größe und unter einem bestimmten Führungsstil entsteht eine Entfremdung der Mitarbeitenden. Man läuft über den Flur zum eigenen Arbeitsplatz und kennt die Menschen nicht, die an einem vorbei laufen. Man hat im Zweifel noch nie miteinander gesprochen. Die langfristige Konsequenz ist eine Silobildung. Es entsteht eben nicht die notwendige Konnektivität zwischen den Bereichen und die Zusammenarbeit und Kooperation untereinander, die für den Fluss von Ideen elementar ist, versiegt. Und das “nur”, weil sich die Menschen nicht kennen. 


Zusätzlich erleben wir eine Phase, in der sich so wahnsinnig viel verändert. Es zeigt sich, dass das wichtigste Attribut, welches ein Unternehmen erfolgreich macht, dessen Fähigkeit ist, sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Flexibilität und Adaption.


Leichter gesagt als getan, würde man vielleicht denken. Die Frage ist doch: 


Wie schaffe ich es, dass Mitarbeitende, insbesondere jetzt von Home Office Schreibtisch zu Home Office Schreibtisch, vernetzt bleiben wollen um eben die nötige Flexibilität auch innerhalb von Teams zu schaffen? 


Dieser Frage standen wir gegenüber, als wir uns mit dem Golden Circle anfingen zu beschäftigen. 


Die Methode ist in einem Satz erklärt: Unternehmen, die so richtig erfolgreich sind, verkaufen nicht einfach ein Produkt, für das es einen Bedarf gibt. Unternehmen, die so richtig erfolgreich sind, verkörpern einen Glauben, einen Lifestyle, das Why und sie verkaufen ihre Produkte (What) an Menschen, die den gleichen Glauben oder Lifestyle teilen. Die ein Teil davon sein möchten. Das was sie verkaufen ist also nur der Beweis dafür, woran sie glauben. 

Unser Why - Damals und heute

Wenn man sich mit dem Why des eigenen kleinen Startups, was es damals noch nicht mal war (es war erstmal nur die Idee), beschäftigt, dann tendiert man dazu, zu versuchen alles in einem Satz zu formulieren, damit es zeitlos und unverändert so stehen bleiben kann. Dementsprechend doll muss man auch lächeln, wenn man sich heute unser Why von 2019 durchliest: 


“Wir verbessern das gesellschaftliche Feng Shui indem wir authentische Kommunikation zwischen Individuen und Organisationen fördern. Und das machen wir, indem wir Videos produzieren.” - cofenster 2019


Der Grundgedanke war das buchstäbliche Fenster und damit ein transparenter Einblick in ein Unternehmen und in die Teams. Das Fenster senkt emotionale Hürden und veranschaulicht sowohl intern als auch extern wer die Menschen in einem Unternehmen sind. Und deswegen Video. Das ist im Kern das, woran wir glauben: Authentische und emotional menschliche Kommunikation durch Video.


Es hat sich auch nicht verändert - auch jetzt in 2022 ist das unser Glaube. Wir sind lediglich erwachsener, fokussierter und ehrlicher in der Formulierung geworden: 


“Wir wollen das weltweite Angebot an Empathie in Unternehmen vergrößern. Und das tun wir, indem wir eine menschenzentrierte Kommunikation ermöglichen und Unternehmen dabei helfen, die Kommunikation mit Videos in ihren Teams selbst in die Hand zu nehmen.” - cofenster 2022


Die Formulierungen scheinen sich sehr zu ähneln, der Prozess der letzten zwei Jahre hat aber durchaus  etwas verändert: Anfangs stand nur die Idee, nur das Konzept und nur das, woran wir glauben. Nach ein paar Monaten der Konzeption, haben wir angefangen den technischen Aspekt zu starten und die Software zu bauen. Im stetigen Austausch mit den ersten Kunden haben wir uns weiterentwickelt und jetzt haben wir ein Produkt was funktioniert und was man sozusagen anfassen kann.   


Dadurch, dass wir alles immer wieder neu artikuliert und aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, ist über die Zeit alles weggenommen worden, was nicht diesem Kern entspricht. Wie ein Bildhauer, der nach und nach alles von seinem Ursprungs-Stein entfernt, was nicht zur finalen Skulptur gehören soll. Und dann sind wir bei dem angekommen, was wir jetzt haben: Empathie durch Videos.


Ein zweiter wichtiger Aspekt, an den wir glauben, ist, dass wenn wirklich Empathie entstehen soll, dann darf für den Anwendenden keine technische Barriere oder großer Zeitverlust bestehen. Das Produkt muss so einfach sein und dabei jeden Schritt in der Videoerstellung abbilden, dass man sich ganz und gar auf die Botschaft konzentrieren kann, die ein Video transportieren soll. Denn nur darauf kommt es an! Von der Planung über die Aufnahme bis hin zur Postproduktion der Videoprojekte muss alles abgebildet sein - und das ohne auf den Pixel genau Logos hin und her zu schieben. Darüber soll sich keiner Sorgen machen. 


Es gibt keine klare Antwort darauf, wie man aus einer Idee ein Start-up baut, vielmehr ist es ein extrem individueller Prozess. Was sich aber nicht vermeiden lässt, sind ganz unterschiedliche Methoden anzuwenden, die sich in der Praxis dann gegenseitig beeinflussen und auch gern von einem Tag auf den anderen dazu führen, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Eine ständige Iteration jeder einzelnen Methode endet dann irgendwann in sehr vielen Learnings und diese dann anzuwenden, ist der Schlüssel. 

Sind wir denn empathisch?

Rückblickend auf die Anfangszeit - Finn, Tom, Olli und Steffi bildeten zu viert die Themen Organisation, Softwarearchitektur, Marketing, Vertrieb, Design, PR, Kundenberatung, Strategie, Feel-Good-Management und Team-Koch/ Bartender ab - hat sich an der ursprünglichen cofenster  Kultur nichts verändert. Innerhalb von einem Jahr sind 22 Mitstreiter:innen dazugekommen und unsere Werte, die alle auf Empathie zurückzuführen sind, sind uns wichtiger denn je: 


embrace what makes you special | communicate with intent | time is our most precious resource | build systems that last


Von Anfang an setzten wir den Fokus darauf, dass wir alle Prozesse und Strukturen um unsere Werte herumbauen. In der Mitte steht der Wille und unterstrichen wird dieser durch die konkrete Umsetzung. Diese Werte-Umgebung erlaubt es uns, jeden einzelnen Mitarbeitenden in seiner Einzigartigkeit (embrace what makes you special) zu integrieren und durchaus von der Unterschiedlichkeit von Denkweisen, Herangehensweisen und Meinungen in der Problemlösung zu profitieren. Es ist auch die Basis dafür mal unterschiedlicher Meinung zu sein, ohne dass es zum Problem wird. Dort wo genug Raum für Offenheit und Ehrlichkeit besteht, gibt es nicht mehr genug Raum für Konflikte, die in Streit ausarten. Sicherheit entsteht eben nicht, indem man jegliches Risiko ausschließt, sondern indem die Basis, nämlich die Menschen und ihre Beziehungen zueinander, stark genug ist, mit Risiken umzugehen.


Es würde ohne ständige Kommunikation auch schon bei 26 Leuten kaum einer mitbekommen wie einzigartig die Kollegen wirklich sind. Das Gedankenspiel kann man mal auf ein global agierendes 10.000-Mitarbeiter-Unternehmen übertragen - das lässt dann direkt tausend Fragezeichen entstehen.


Der Schlüssel dafür, die Werte so wie sie oben stehen, im Arbeitsalltag umzusetzen, ist für uns die Menge an Intention, die wir in unsere Beziehungen stecken. Und das geht mit sowohl jetzt 26 als zukünftig mit vielleicht 70 Mitarbeitenden.


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Eine Person, die am Schreibtisch sitzt